Bier trinken – der Gesundheit zuliebe

Bier kann zu einer gesunden Ernährung beitragen und macht auch nicht, wie vor allem viele Frauen meinen, dick.

Massvoll getrunken ist nicht nur Wein, sondern auch Bier gesund. Und was vor allem Frauen interessieren dürfte: Bier enthält neben vielen lebensnotwendigen Vitaminen auch Folsäure.

Der Zusammenhang zwischen Folsäuremangel und Neuralrohrdefekten sei erwiesen, hat die eigenössische Ernährungskommission (EEK) vergangene Woche in ihrem veröffentlichten Bericht festgestellt. Zudem könne Folsäure auch bei Herzgefässerkrankungen und einzelnen Krebsarten vorbeugend wirken.
Für Bierbrauer und Bierliebhaber sind das keine neuen Erkenntnisse. Denn im Bier sind wichtige B-Vitamine wie Niacin, Riboflavin, Pyridoxin (B6) und Folsäure enthalten. Die europäischen Brauer haben eigens eine Broschüre über die gesundheitlichen Vorteile eines massvollen Bierkonsums herausgegeben. Denn die schützende Wirkung gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist dem Alkohol ganz allgemein und nicht ausschliesslich einem bestimmten alkoholischen Getränk (Wein) zuzuschreiben.

Bier kann zu einer gesunden Ernährung beitragen

Bier wird aus den gesunden und natürlichen Rohstoffen Hopfen, Hefe, Wasser und Malz hergestellt. Alles Stoffe, die zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung beitragen. Bier besteht aus 93 Prozent Wasser und weist einen relativ niedrigen Alkoholgehalt auf. Es enthält viel Kalium und wenig Natrium – das richtige Verhältnis für einen gesunden (niedrigen) Blutdruck. Dank wenig Kalzium und viel Magnesium kann Bier zudem der Bildung von Gallen- und Nierensteinen vorbeugen. Darüber hinaus enthält der Hopfen aktive Verbindungen, die den Kalziumabbau im Knochen verhindern. Bier versorgt den Körper auch mit löslichen Ballaststoffen, die aus den Zellwänden des Gerstenmalzes stammen und zu einer gesunden Darmfunktion beitragen. Die jüngste Forschung vertritt sogar den Standpunkt, dass das Vitamin B6 Biertrinkern im Vergleich zu Wein- oder Spirituosentrinkern zusätzlichen Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bietet. Und Folsäure hat sich neben dem erwähnten Schutz vor Neuralrohrdefekten, auch als Schutz gegen verschiedene Krebsarten erwiesen.

Gemäss der Studie der EEK ist klar, dass die Folsäureversorgung insbesondere bei Schwangeren (Folsäure muss bereits vor der Schwangerschaft konsumiert werden) verbessert werden muss. Die Experten schlagen daher vor, das Schweizer Backmehl obligatorisch mit Folsäure und dem Vitamin B12 zu versetzen. Konkret wären das drei Milligramm Folsäure pro Kilogramm Mehl. Folsäure ist aber auch im Bier enthalten. Und zwar in der grössten Konzentration im alkoholfreien Bier mit 15 Mikrogramm pro 100 Mililiter. Die prozentuale Bedarfsabdeckung mit Folsäure durch einen Liter Bier beträgt bei den Frauen damit 21,5 Prozent. Laut den neusten Daten aus der deutschen Zeitschrift «Brauwelt» enthält ein Liter Bier ungefähr so viel Folsäure wie 300 Gramm Tomaten, 130 Kartoffeln, 1 Liter Milch oder 50 Gramm Broccoli. Bier hat damit seinen festen Platz als Folsäurespender.
mg

Quellen: Broschüre «Gesundheitliche Vorteile eines massvollen Bierkonsums», Zeitschrift «Brauwelt».

Biertrinken macht nicht dick!

Der vielzitierte «Bierbauch» hat keinen Zusammenhang mit dem Bierkonsum, sondern ist genetisch bedingt. Bier, als natriumarmes, sowie fett- und cholesterinfreies Getränk kann im Diäteinsatz bereichernd wirken. Bier in Massen genossen und als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung macht nicht dick. Im Gegenteil: oftmals sind Abstinenzler im Allgemeinen dicker als Personen, die alkoholische Getränke zu sich nehmen. Bier liefert weniger Kalorien als die meisten alkoholfreien Getränke.

Quelle: www.gastrojournal.ch

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