Eskalation: FIFA beleidigt GFB
     
    Die Ernennung Sepp Blatters zum Zwangsmitglied der GFB hat bei der FIFA eine höchst bedauerliche Reaktion ausgelöst. Statt den Jahresbeitrag von 40 Franken zu bezahlen, hat der Rechtsdienst der FIFA der GFB eine schnöde Antwort zukommen lassen und unseren Generalsekretär Hartmuth Attenhofer in beleidigender Art und Weise als «Affenhofer» bezeichnet. Das braucht sich unser Generalsekretär, der zurzeit als Präsident des Zürcher Kantonsrats amtet, nicht gefallen zu lassen. Die GFB weist deshalb diese an Beschimpfung grenzende Zumutung mit aller Entschiedenheit zurück.

Offenbar ist es der FIFA entgangen, dass sie sich mit diesem unerhörten Anwurf gegenüber der GFB mit einer der mächtigsten Gesellschaften in unserem Land anlegt. Da es sich für die GFB aber nicht ziemt, sich mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten, hat der Rechtsdienst der GFB befunden, gegen die FIFA keine Klage wegen Beschimpfung zu führen. Dieser Beitrag zur Deeskalation ist ein klares Zeichen der Stärke der GFB.

Die GFB wünscht der FIFA und ihrem Präsidenten Sepp Blatter ein paar Stunden der Besinnung unter den schattigen Bäumen einer Gartenwirtschaft. Die Zwangsmitgliedschaft für Sepp Blatter wird allerdings nicht aufgehoben, und die 40 Franken Jahresbeitrag bleiben geschuldet. Das ist nicht viel Geld, wenn man stundenlang in der Gartenwirtschaft beim Bier sitzen kann.


   
  • Die Antwort der FIFA (Scan des Briefes)
  • Bericht im Tages-Anzeiger vom 15.07.2006
    [Anm.d.Red.: Die FIFA hat den GFB-Generalsekretär nicht mit "Attenhofer", sondern mit "Affenhofer" angesprochen]