Der folgende Text ist der Website des Kassensturz entnommen:
     
    Bier-Degustation: Hopfen und Malz verloren
     
    "Eine Degustation der meistverkauften Lagerbiere in der Romandie zeigt: Schweizer Grossbrauer liefern langweiligen Einheitsgeschmack. Die vielgepriesene Schweizer Biervielfalt findet nur auf der Etikette statt.

Das welsche Konsumentenmagazin A Bon Entendeur liess 12 der meistverkauften Lagerbiere von Experten degustieren und beurteilen. Sie bewerteten Aroma, Geschmack und Aussehen der Biere. Die Resultate sind miserabel: keines der getesteten Biere erhielt die Note gut oder gar sehr gut. Selbst die bestplatzierten erhielten lediglich ein genügend. Am besten abgeschnitten hat das Bier Valaisanne blonde 25 von Feldschlösschen. Allerdings ist es mit 4 Franken pro Liter das teuerste Bier im Test und ausserdem nur in der Westschweiz erhältlich. Auf dem zweiten Platz landet das Denner Lager. Es ist mit einem Literpreis von 1.05 Franken das günstigste Bier der Degustation. Das drittplatzierte Bier kommt aus Tschechien: das Pilsener Urquell für 2.20 Franken.

Daniel Reuter, Präsident der Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt, überraschen die schlechten Urteile der Experten nicht. Lagerbiere sind Massenware für den Massendurst:"Wir haben weltweite Konzerne, die in der Schweiz Fuss gefasst haben und jetzt in Lizenz bestimmte Biere brauen. Die Biere schmecken alle gleich, immer langweiliger und unbieriger." Der Einheitsgeschmack der Schweizer Grossbrauer kommt den innovativen Schweizer Kleinbrauern entgegen. Trotz rückläufigen Bier-Verkaufszahlen steigt die Nachfrage nach Spezialbieren, die sich von der Masse abheben. Die Zahl der Kleinbrauereien nimmt in der Schweiz seit 1990 stetig zu. Ein klares Votum der Konsumenten für mehr Vielfalt."