Die Statuten

Auch wenn die GFB eine Gesellschaft ist - und darauf legen wir grossen Wert - sind wir natürlich trotzdem ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches. Darum haben auch wir unsere Vereinsstatuten.

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Name Artikel 1
Zweck Artikel 2
Mittel Artikel 3
Mitglieder, Vereinsgebiet Artikel 4
Austritt Artikel 5
Ausschluss Artikel 6
Organe Artikel 7
Fraktionierung Artikel 8
Pflichten der Mitglieder Artikel 9
Vorstand Artikel 10
Finanzen Artikel 11
Gerichtsstand Artikel 12
Amtssprache Artikel 13
Wallfahrtsorte Artikel 14
Auszeichnungen Artikel 15
Mitgliederkennzeichnung Artikel 16
Haftung Artikel 17
Statutenänderung Artikel 18
Vereinsauflösung Artikel 19
Inkrafttreten Artikel 20

Die Statuten im vollen Wortlaut

Name (Artikel 1)

Unter dem Namen Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt, nachstehend GFB genannt, besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB.

Zweck  (Artikel 2)

Der Verein bezweckt:

- Die Bestrebungen der Mitglieder für die Förderung der Biervielfalt im Vereinsgebiet zu unterstützen und zu koordinieren.
- Die Interessen der Bevölkerung im Vereinsgebiet öffentlich zu wahren.
- Den Genuss des Bieres zu pflegen.

Mittel  (Artikel 3)

Der Verein verfolgt seine Ziele insbesondere durch:
- Information und Aufklärung der öffentlichkeit.
- Schulung und Bildung der Mitglieder.
- Stellungnahmen zuhanden der öffentlichkeit, der Behörden und der Verwaltung.
- Politische Aktionen im Rahmen des Vereinszweckes.
- Wackeren Zuspruch dem Biere.
- Zollens der Anerkennung von Organisationen und Personen, auch ausserhalb des Vereines, die dem Vereinszwecke genüge tun.

Mitglieder, Vereinsgebiet (Artikel 4)

1 Der Verein kennt folgende Mitgliederarten:

- Einzelmitglied
- Freimitglied
- Assoziiertes Mitglied
- Zwangsmitglied

2 Für die Aufnahme bedarf es einer mündlichen oder schriftlichen Beitrittserklärung. Der Vorstand hat die Beitritte zu genehmigen, oder – unter Angabe der Gründe – abzulehnen. Mitglied können Damen und Herren werden, ungeachtet ihrer sozialen, politischen, religiösen oder sonstwelcher Herkunft.
3 Mitglieder, die sich um die GFB besonders verdient gemacht haben, können vom Vorstand zum Freimitglied ernannt werden. Das Freimitglied hat alle Vereinsrechte, ist aber von den finanziellen Pflichten befreit.
4 Der Vorstand kann Personen, deren Existenz oder Meinungsäusserungen sich auf die Förderung der Biervielfalt ausserordentlich positiv auswirken, zum Assoziierten Mitglied ernennen. Das Assoziierte Mitglied ist von den Rechten ausgeschlossen und von den finanziellen Pflichten befreit. 5 Der Vorstand kann Personen, deren Wirken gegen die Biervielfalt gerichtet ist, zum Zwangsmitglied ernennen. Das Zwangsmitglied hat alle Vereinspflichten, ist aber von den Rechten ausgeschlossen. Die Zwangsmitgliedschaft dauert ein Jahr. Der Vorstand kann sie um maximal ein weiteres Jahr verlängern. Ernennungen zum Zwangsmitglied muss der Vorstand begründen und der öffentlichkeit bekannt geben.
Mitglieder können nicht zum Zwangsmitglied ernannt werden.
6 Das Vereinsgebiet umfasst die ganze Welt.

Austritt (Artikel 5)

Der Austritt aus der GFB ist unter Einhaltung einer einmonatigen Frist auf Ende Kalenderjahr möglich.

Ausschluss (Artikel 6)

Der Vorstand kann Mitglieder mit Zweidrittelsmehr ausschliessen, wenn folgende Gründe vorliegen:
Nichtbezahlung der Mitgliederbeiträge.
Aktive Bekämpfung der Vereinsziele.

Organe (Artikel 7)

Die Organe der GFB sind:
- Die Generalversammlung.
- Der Vorstand.

Fraktionierung (Artikel 8)

Fraktionierungen nicht fachlicher Art sind verboten. Erlaubt sind aber Fachausschüsse wie beispielsweise "untergärige" oder "obergärige Fraktion", sowie "Hopfenarbeitsgruppe" beziehungsweise "Brotzeit-Ausschuss" oder "Katerfrühstück-Forschungsgruppe".

Pflichten der Mitglieder (Artikel 9)

1 Neben den statutarischen Verpflichtungen sind die Mitglieder gehalten, sich gegenseitig zu achten und sich zuzuprosten, sich der mass- und sinnlosen Völlerei zu enthalten, in der öffentlichkeit eine gute Falle zu machen, die Biervielfalt durch unermüdliches Insistieren anzukurbeln, und sich überhaupt dem Biere zugetan zu zeigen.
2 Ausserdem sollen sich die Mitglieder gegenseitig über Neuentdeckungen aus dem Bierbereich informieren.

Vorstand (Artikel 10)

1 Der Vorstand wird von der jährlich stattfindenden Generalversammlung gewählt. Er ist zuständig für die öffentlichkeitsarbeit und die Kontakte mit Verwaltung und Behörden. Er organisiert Bildungsveranstaltungen, gesellige Anlässe, oder lässt solche durchführen.
2 Er nimmt zu Abstimmungen und Wahlen Stellung, gibt Wahlempfehlungen und Abstimmungsparolen bekannt, sofern sie GFB-relevant sind.
3 Er unternimmt Vorstösse aller Art, um das Vereinsziel zu erreichen.
4 Der Vorstand formuliert Leitsätze, verfasst Kreisschreiben mit Rechtswirksamkeit, und er legt das Strafmass fest für Massregelungen gegenüber Personen und Organisationen, welche gegen die Biervielfalt verstossen.
5 Soweit die Statuten nichts anderes besagen, entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit; der Präsidentin, dem Präsidenten steht der Stichentscheid zu.
6 Der Vorstand besteht aus:
- Präsidium
- Sekretariat
- Kasse
- Beisitz; eine bis mehrere Personen.
7 Die Vorstandssitzungen sind für die Mitglieder öffentlich; Ort und Termin ist bei den Vorstandsmitgliedern zu erfragen.

Finanzen (Artikel 11)

1 Die Einnahmen des Vereins bestehen aus:
- Den Mitgliederbeiträgen.
- Den freiwilligen Spenden.
- Den Subventionen.
2 Die Mitgliederbeiträge betragen 40 Franken; das zweite im gleichen Haushalt lebende Mitglied zahlt 20 Franken. Jedes weitere im gleichen Haushalt wohnende Mitglied zahlt 10 Franken. Die Generalversammlung kann die einzelnen Mitgliederbeiträge bis auf maximal 100 Franken erhöhen.

Gerichtsstand (Artikel 12)

Gerichtsstand der GFB in allen rechtlichen Streitigkeiten ist Zürich. Die Generalversammlung kann ein Schiedsgericht einsetzen.

Amtssprache (Artikel 13)

Die Amtssprache während der Vereinshandlungen ist mit markigen Worten zu gestalten. Über die Einsetzung eines Schlachtrufes entscheidet ad hoc die Teilnahmeschaft jener Anlässe, die eines solchen bedürfen.

Wallfahrtsorte (Artikel 14)

Der Vorstand bezeichnet mit Zweidrittelsmehr Wallfahrtsorte, nachdem er sie einem ausgiebigen Augenschein unterzogen hat. Die Mitgliedschaft hat ein Vorschlagsrecht.

Auszeichnungen (Artikel 15)

Die GFB zeichnet Etablissements oder Personen mit Anerkennungs-, Auszeichnungs- und Ehrenurkunden oder anderen geeigneten Dingen aus, die sich um die Biervielfalt grosse Verdienste erworben haben. Diese Urkunden, Pokale und dergleichen können auf Zeit übergeben werden. Auch der Entzug der Auszeichnung ist statthaft. Der Vorstand entscheidet.

Mitgliederkennzeichnung (Artikel 16)

Den Mitgliedern wird gegen Entgelt eine GFB-Anstecknadel angeboten. Dieses Erkennungszeichen ist diskret, aber selbstbewusst zu tragen. Insbesondere zu den GFB-Anlässen.

Haftung (Artikel 17)

Für die finanziellen und übrigen zivilrechtlichen Verpflichtungen, welche für die GFB in guten Treuen begründet werden, haftet in den Grenzen des zwingenden Rechts nur das Vereinsvermögen.

Statutenänderung (Artikel 18)

Jede Statutenänderung, sowie insbesondere Beschlüsse über eine Veränderung oder Erweiterung des Vereinszwecks, Vereinigung mit einer anderen Organisation oder Auflösung des Vereins, bedürfen der Zweidrittelsmehrheit an der Generalversammlung.

Vereinsauflösung (Artikel 19)

Wird der Verein aufgelöst, so ist sein Vereinsvermögen durch jenen Teil der Mitgliedschaft, welcher sich der Auflösung widersetzte, im Vereinssinne an einem Wallfahrtsort zu verprassen.

Inkrafttreten (Artikel 20)

Diese Statuten treten in Kraft, nachdem sie der Vorstand diskutiert und von der ersten Generalversammlung der GFB genehmigen lassen hat.


Beschlossen an der Generalversammlung vom 16. August 1992, Zürich.
Revidiert an der Generalversammlung vom 12. März 2006, Zürich.

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